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Herzlich Willkommen an der Vorpommerschen Landesbühne

 

„Ick bün all hier!“ … So hieß es einst bei den Gebrüdern Grimm in deren Wiedergabe des Volksmärchens vom Wettlauf des Hasen mit dem Igel. Wobei der verschmitzte Igel natürlich als der sympathischere von beiden wegkam.

Auch die Vorpommersche Landesbühne ist immer schon dort, wo sie der zuständige Minister in Schwerin noch hin haben will. Auch wir sind immer ein Stückchen schneller, ob es die Kooperationsbereitschaft, die Leistungsorientiertheit, die Effektivität oder die Kreativität betrifft.

 – Ein Schelm, wer Übles dabei denkt!

 


Logischerweise heißt es also nach 60 ereignisreichen Jahren des Nachkriegstheaters in Anklam nicht von ungefähr: „Ick bün all hier!“. Das Märchen "Hase und Igel" in der Bühnenfassung von Peter Ensikat und der Regie von Wolfgang Bordel wird zu den Neuproduktionen im letzten Quartal des Jahres 2009 gehören. Doch zuvor begehen wir mit unserem Publikum und vielen Freunden des Anklamer Theaters den 60. Geburtstag unserer Bühne und sind gewiss, dass es nicht der letzte sein wird! 

 

Wie auch in der Gründungsspielzeit wird Lessings großes humanistisches Bühnenwerk „Nathan der Weise“ inszeniert. Als Regisseur wurde der auch von Film und Bühne bekannte Schauspieler Thomas Neumann gewonnen. Ein „richtiges“ Weihnachtsmärchen gibt es aber auch. Andersens Märchen „Das Feuerzeug“, vor allem in unseren Breiten sehr beliebt nach dem denkwürdigen DEFA-Film mit dem unvergessenen Rolf Ludwig in der Hauptrolle, kommt auf die Bühnen der Vorpommerschen Landesbühne. Regie führt Jürgen Kern. Ehe zwei weitere Premieren im Dezember außerdem für gute Unterhaltung im Abendspielplan sorgen werden, ist also schon eine ganze Menge los in Anklam, Zinnowitz und Barth.

 

Ein heißer Start zum 60. Jubiläum und in die 61. Spielzeit!

 


Premiere: "Polnisch Roulette" am 09. Februar

Satirischer Einakter mit Hang zum Absurden

 

Aus gutem Grund, denn wenn Sie es gesehen haben, werden sie wissen warum, haben wir die zwei kabarettistischen Einakter "Auf hoher See" und "Karol", vom zeitgenössischen polnischen Dramatiker Slawomier Mrozek, in unser Repertoire aufgenommen.

Der 1961 geschriebene Einakter "Auf hoher See" beschreibt drei Schiffbrüchige, die auf einem Floß auf hoher See treiben. Sie haben Hunger, doch ihre Vorräte an Essbarem sind zu Ende gegangen. "Wir müssen essen, aber nicht etwas, sondern jemanden." Derjenige soll auf demokratische Weise gefunden werden. Das verläuft so absurd, dass sich die Floßplanken biegen.Auch in dem zweiten Einakter behandelt Mrozek sein immer wiederkehrendes Thema, dass "Freiheit", wie er einmal sagte, "die Einsicht in die Notwendigkeit, das heißt in den Zwang," sei. Großvater, bewaffnet mit einer Flinte, wird von seinem Enkel in die Praxis eines Augenarztes geführt, Der Opa, fast blind, soll eine Brille verpasst bekommen, damit er "Karol" erschießen kann. Den kennen die beiden zwar nicht, sie sind aber von seiner Existenz überzeugt. Ist es der Augenarzt? Einer seiner Patienten? Eine Groteske über Auflehnung und Mitläufertum mit überraschendem Ende.


 
 


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